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Email: Michael Perlitschke

Page-Update: 23 September 2005



Holbrook - Petrified Forest Nat´l P. - Canyon de Chelly Nat´l Mon. - Page


Die rote Linie markiert die abgefahrene Strecke und der eingezeichnete Blaue Punkt das Motel/Hotel für die Übernachtung ! Um die komplette Übersichtskarte mit dem koml. Streckenverlauf anzuzeigen, einfach oben auf die Karte klicken !

Samstag, der 07.05.2005:
In Holbrook sind wir an diesem Morgen rel. schnell aus dem Betten gekrabbelt um den Tag so früh wie möglich erneut im interessenten und hübschen "Petrified Forest National Park" verbringen zu können. Im Motel haben wir uns im Office-Bereich ein kostenloses kleines aber ausreichendes Frühstück mit viel Toast; Waffeln; Muffens; Obst & Kaffee reingezogen und uns auf den kurzen Weg zum Petrified Forest National-Park gemacht. Auf dem Weg zum Park wollte Thomas noch ein besonderes hübsches Stück "Versteinerten Baum" in einem riesengrossen spezialisierten Laden kaufen, welchen wir gestern schon gesehen hatten.

Im Laden angekommen, stand auch noch das gestern von ihm gesichtete 13 US$ teure Stück herum. Das Besondere an diesem Stück war, das es sich um Original-Ware aus der Gegend ( Privatbesitzt ) handelte und rel. gross ( passte gerade so in die Hand ) war und auch noch die versteinerte Rindenstruktur erstklassig erkennen liess. Thomas hat da umgehend zugeschlagen und das "gute Stück" wurde sorgfältig in Zeitungspapier verpackt; verklebt und zusammen mit dem Kassen-Bon in eine Plastiktüte gepackt. In dem Laden standen auch bearbeitete/polierte Versteinerte Bäumscheiben als Stuben-Tische herum. Stückpreis bis zu 25.000 US$ und zudem Bildschön aufgrund der äusseren wilden Struktur und auch den Farben in der polierten Tischfläche. Für Millionäre sicherlich ein witziges sehr exklusives und huebsches Gebrauchsandenken...

Thomas gab sich mit einem unbearbeiteten kleinen -aber sehr schönen und schweren Stück für 13 US$- zufrieden. Nachdem wir das "gute Stück" auf dem Rücksitz verstaut hatten, fuhren wir zum südlichen Parkeingang wo wir auch prompt von den Rangern angesprochen wurden, das es und hoher Strafe strengstens verboten ist versteinerte Teile ( egal wie klitzeklein diese auch sein mögen ! ) aus dem Park zu entweden. Ferner wurden wir gefragt ob wir Pfanzen oder gar versteinertes Petrified-Wood im Auto haben. Aufgerund unserer zuvor durchgeführten Shopping-Tout zeigten wir die Tüte mit dem gut verpackten Stück und der Ranger meinte nur, solange wir das so in der Tüte belassen ist alles in Ordung. An dieser Stelle wussten wir auch, warum das so sorgfältig im Laden eingepackt und verschnürt wurde. Die ganze Verpackungsorgie galt also nicht nur dem Schutz des Produktes, sondern auch unserem sofern wir damit durch den Park fahren.

Petrified Forest & Painted Desert National Park:
Wir fuhren im Petrified Forest National Park als erstes zum Visitor-Center. Der Besuch war sehr interessant und sei allen schwer ans Herz gelegt. Ich möchte nun nicht auf die Einzelheiten eingehen, aber es lohnt sich. Danach wurde alles was wir gestern nicht mehr intensiv erforschen konnten abgefahren und in Augenschein genommen. Die schon vorhandene Begeisterung wuchs quasi im Halbstundentakt, denn das Wetter war an diesem Tag toll und der unangenehme harte Wind vopn gestern war auch verschwunden. Oder mit einem Wort "Bilderbuchwetter" welches uns sogar zum schwitzen brachte.


             

Neben div. kleinen Abstechern zum Agate House; Long Logs; Crystal Forest; Jasper Forest haben wir wie auch gestern schon kleinere Wanderungen unternommen. Als besonders schön empfanden wir den bildhübschen und interessanten Wanderweg an der "Blue Mesa". Hier ein paar Bilder..

         

     

 

Danach ging es weiter zum The Tepees; Newspaper Rock; Puerco Pueblo; nördlich durch einen Tunnel unter dem Interstate-Highway 40 hindurch Richtung "Painted Desert" und dessen sehr hübschen und farbenprächtigen Aussichtspunkte wie Lacey Point; Whipple Point; Nizhoni Point; Pintado Point; Chinde Point; Kachina Point; Tawa Point und letztendlich Tiponi Point um dann nördlich den Park auf dem Interstate Highway 40 östlich zu verlassen. Um es ganz platt zu schreiben, es war einfach toll und eines der vielen Highlight dieser Reise. Hier noch mehr an Bildern dieses Parts:

               

Danach fuhren wir auf dem Interstate Highway 40 Richtung osten bis zum Highway 191, welchen wir diekt nach norden nahmen, denn unsere nächstes Ziel sollte Geschichte geschrieben haben.

Canyon de Chelly National Monument:
(De Chelly = sprich: de-schej). Im Nordosten Arizonas, nahe der Grenze zu New Mexico, wird das eben wirkende Defiance-Hochplateau von zahlreichen tiefen Schluchten mit vertikalen Canyonwänden aus glattem, rötlichgelbem Sandstein unterbrochen. Dort liegt das Canyon de Chelly National Monument. Vom Eingang aus folgen zwei Straßen den beiden größten Schluchten, Canyon de Chelly und Canyon del Muerto, zu Aussichtspunkten mit Blick über Felsen und Ruinen.

Im Jahre 1931 wurde der Canyon de Chelly zum Nationalpark ernannt. Da der Canyon im Navajo-Reservat liegt, wird dort auch alles von Navajos verwaltet und betrieben. Besucher dürfen nur in Begleitung von Park Rangern oder autorisierten Navajo-Führern in die Canyons hinein. Es werden auch Touren mit großen Jeeps/ LKWs angeboten. Diese beginnen und enden alle am Parkeingang bei der Thunderbird-Lodge.

Weil es viele heilige Stätten im Canyon gibt, darf man manche Stellen allerdings nicht besuchen. Alleine, ohne indianischen Führer, kann man entweder nur mit dem Auto oben am Canyonrand entlang fahren (Rim Drive, 25 km) oder den Canyon unten am Grund auf dem White House Trail (2 km lang) zu Fuß begehen.

Weil der Boden im Canyon sehr fruchtbar ist, lebten dort schon seit vielen Jahren nacheinander verschiede Gruppen oder Stämme. Die ersten Bewohner des waren die "Archaic". Von 2.500 - 200 v. Chr. lebten diese dort. Danach, von 200 v. Chr. - 750 n.Chr., bewohnten ihn die "Basketmaker".

Diese wiederum wurden abgelöst von den "Pueblo" ( 750 - 1300 ). Sie waren die Vorfahren der heutigen Pueblo- und Hopi-Indianer und sind auch unter dem Namen "Anasazi" bekannt. "Anasazi" ist ein Wort aus der Navajo-Sprache und bedeutet "Erzfeind" oder "alter Feind". Die Pueblo / Anasazi waren die ersten Bewohner, die Steinhäuser bauten und in Dörfern lebten. Sie bauten auch die Häuser, deren Ruinen man heute noch sehen und teilweise auch besichtigen kann. Manche wurden in waagerechte Felsspalten der Canyonwände gebaut, die bis zu 50 m hoch in den Felswänden sind. Diese Gebäude nennt man Cliff Dwellings. Da es keine Stufen gibt, die in den Fels gehauen sind, wird vermutet, dass die Bewohner zum Hoch- und Runtersteigen eine Art Leiter benutzt haben.

Im Canyon befinden sich an mehreren Stellen auch Felsmalereinen. Die ältesten sind über 2.500 Jahre alt.

So um 1300 verließen die Anasazi den Canyon ziemlich rasch. Die Gründe dafür sind entweder Krankheiten, Streitigkeiten oder religiöse Angelegenheiten gewesen. Sie zogen fort nach Westen und Süden, wo sie sich wahrscheinlich auch eine konstantere Wasserversorgung erhofften. Denn der Fluss im Canyon scheint oft nur Niedrigwasser zu führen. Nach den Anasazi kamen die Hopi ( 1300 - 1600 ), die aber hauptsächlich nur außerhalb der Schlucht lebten. Sie waren ebenfalls Pueblo-Indianer. Dieser Stamm entstand wahrscheinlich aus dem Zusammenschluss von Angehörigen von zwei verschiedenen anderen Stämmen. Um 1700 wurden die meisten Hopi dann von den Navajo vertrieben. Die halbnomadischen Navajo erlernten von den Pueblo-Indianern die Landwirtschaft und bauten kleine Siedlungen und Hogans. Das sind einräumige fensterlose Rundhütten aus Steinen, Adobe, Stroh und Holz mit ostseitigem Eingang und Kuppeldach. Sie brachten außerdem domestizierte Tiere mit und betrieben Ackerbau und Viehzucht.

 

Im Jahre 1805 begingen spanische Soldaten ein Massaker an 115 Navajos, die sich im Canyon unter einem Überhang verschanzt hatten.

Zu noch trauriger Berühmtheit gelangte der Canyon de Chelly im Jahre 1864. Nachdem in der Zeit davor die USA den Südwesten von Mexiko erworben hatten, begann der legendäre Colonel Christopher "Kit" Carson seinen brutalen Feldzug gegen die Navajo. Er zerstörte ihre Felder, erbeutete ihre Viehherden und jagte dann das große Volk der Navajo - und auch einige kleinere Stämme - 500 km über die Prärie, bis diese sich am Ende in den Canyon de Chelly flüchteten, weil sie diesen für uneinnehmbar hielten. Aber in einem Hinterhalt warteten bereits einige von Carsons Truppen auf sie. Die fast 8.000 Indianer saßen in der Falle. Kit Carson versuchte sie auszuhungern und viele starben auch dabei. Nach etwa zwei Wochen gaben die restlichen Indianer auf und wurden dann von den Truppen über 600 km weit bis nach Fort Sumner in New Mexico getrieben. Dieser Marsch ist unter dem Begriff "The Long Walk" bekannt. Nach 4 Jahren in Fort Sumner, in denen es den Navajo sehr schlecht erging, durften sie 1868 wieder in ihre alte Heimat zurückkehren. Allerdings nur in ein für sie vorgesehenes Reservat.

Heute ist das Canyon de Chelly National Monument Teil der Navajo Indian Reservation. Im Sommer bewirtschaften die Indianer längs des Flussbettes ihre Felder, weiden Schafe und Pferde oder verkaufen am oberen Canyonrand Silberschmuck und Kunstgewerbe an Touristen. Der 30 km lange South Rim Drive beginnt am Visitor Center und folgt dem südlichen Rand des Canyon de Chelly. Die Felswände der Schlucht steigen von zunächst nur 10 auf bis zu 300m an.

Vom ersten attraktiven Zwischenstopp am Junction Overlook überblickt man an der Einmündung des Canyon del Muerto in den Canyon de Chelly gleich zwei Schluchten auf einmal. Am nächsten Aussichtspunkt, dem White House Overlook, beginnt der 2 km lange White House Trail. Der einzige frei zugängliche Wanderweg im Park führt auf einem gut markierten Pfad vom Canyonrand 180 m hinunter zum Talboden. Dort erblickt man die malerisch in einer Felsnische über dem Talgrund liegenden Klippenwohnung White House Ruin, die etwa bis zum Jahr 1060 bewohnt war. Zwar blieben die 70 Räume der Anlage dank ihrer geschützten Lage gut erhalten, doch die Ruine ist trotzdem für Besucher gesperrt. Eines der Glanzlichter des Parks erhebt sich am Ende des South Rim Drive. Dort reckt sich eine mächtige Felsnadel namens Spider Rock 240 m in die Höhe. Der Legende nach gilt sie als Sitz der Göttin Spider Woman, die den Navajo-Frauen das Weben beigebracht hat. Den Navajo-Kindern wird erzählt, dass die Götter die unartigen unter ihnen auf die Felsnadel hole. Und auf der Felsspitze sollen die sonnengebleichten Knochen dieser Kinder liegen.

Der 27 km lange North Rim Drive führt am Rand des Canyon del Muerto entlang, der genauso steile Felsklippen aufweisen kann wie sein südliches Pendant. Von den Aussichtspunkten des Drive genießt man morgens das beste Fotolicht. Im Fokus stehen Antelope House Ruin und Mummy Cave, zwei große, miteinander verbundene Klippenwohnungen. In der Massacre Cave am Ende des North Rim Drive fand das Massaker von 1805 statt.

Kayenta -Hotelhorror- und der schnell geschmiedete Alternativ-Plan:
Nachdem wir den Canyon de Chelly Nat´l Monument hinter uns gelassen hatten, fuhren wir vom Highway 12 nördlich auf den Highway 191 um dann irgendwann links Richtung Westen auf den Highway 64 nach "Kayenta" zu gelangen, wo wir uns ein Hotel für die Nacht suchen wollten. Kayenta war ideal geeignet, da es direkt vor "Monument Valley" unserem nächsten angedachten Ziel für den morgigen Sonntag lag.
In Kayenta angekommen, mussten wir leider verbittert feststellen, das sich die Nähe der Hotels zum
"Monument Valley" auch inform saftiger Preise niederschlug. Zwischen 109 und 139 US$ ( plus der üblichen Steuer ) sollte man dort für ein gewöhnliches Zimmer zahlen, was uns natürlich deutlich zu teuer war. Kurzerhand schlug ich Thomas vor, zum 200km entfernten Page am Lake Powell zu fahren und dort eines der vielen sicherlich preiswerten Hotels zu suchen ( ich erinnerte mich noch an das erstklassige und günstige Days Inn von 2003 ). Ferner bot das aufgrund des dramatisch besser werdenden Wetters noch die Möglichkeit den bildhübschen "Antelope Canyon" in Page gegen Mittag ( bei hoffentlich schönsten Lichtverhältnissen ) zu besuchen um uns dann auf den 200km Rückweg nach Monument Valley zu machen, wo wir dann auch bei tiefstehender Sonne ( also auch schönen Licht ) ankkommen würden.

Soll heissen, wenn wir in Page ein preiswertes Hotel bekämen; hätte sich der 400km lange Weg schon gelohnt plus das wir den Antelope Canyon gesehen hätten...

Da mussten wir nicht lange überlegen, denn nach einer kleinen Pause inform einer Zigarettenlänge, wurde obiges in die Tat umgesetzt. Ich fuhr in Kayenta nochmal zu einer Tankstelle um den Wagen gerammelt voll zu tanken und wir düsten dann bei untergehender Sonne die 200km Richtung Page ( Highway 98 Nord ). In Page angekommen, fanden wir sofort das ausgeschilderte mit bekannte Days Inn ( ein erstklassiges sehr sauberes Hotel ), wo wir letztendlich ein wunderschönes Zimmer fuer lächerliche 69 US$ buchten und auf der Zimmer-Terrasse bei einigen leckeren Bierchen zuschauten, wie sich die Nacht tiefschwarz über Page legte. Ferner nutze ich den in der Lobby stehenden Internet-PC ( natürlich wie alles dort kostenlos ! ) um mich via Email noch bei meiner Freundin Anja zu melden.

Wir beschlossen diesen rel. langen Tag voller Inhalte frühzeitig zu beschliessen und stellten den Wecker auf 09:30 Uhr. Denn wir wollten den direkt an Page angrenzenden Antelope-Canyon ( nur 10 Minuten vom Hotel zu fahren ) nicht vor 11 Uhr erreichen um diesen dann bei optimalen Mittagslicht zu erforschen. Ausschlafen war angesagt, was nicht das schlechteste ist...smile...

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