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Email: Michael Perlitschke

Page-Update: 9 September 2005



Kiel - Frankfurt - Las Vegas

Um eine Karte des Las Vegas Blvd. (Strip) anzuzeigen, einfach oben auf "Las Vegas" die Stadt klicken !
                                                                                                                                                                                                                                                                 

Endlich geht es los ( Hamburg  04:30 Uhr ):
Heute "Sonntag" den 01.05.2005 geht es nun endlich los. Um 03:30 Uhr früh am Morgen heisst es aufstehen, da wir 2 1/2 Stunden vor dem Start ab Hamburg ( Takeoff: 07:45 Uhr ) wegen der Sicherheits-Checks vor Ort sein müssen und dann auch noch eine satte Stunde mittels reservierten Airport-Shuttle von der Haustür direkt nach Hamburg zu fahren haben. Wie immer war ich Hundemüde, da ich die Nacht in freudiger Erwartung durchgemacht habe und das letzte mal am Donnerstag eine Mütze Schlaf erhalten hatte !

Wie verabredet pünklich holte uns German-Transfer ( die von mir beauftragte Shuttlefirma ) hier in Kiel ab und düste planmässig direkt nach Hamburg, sodass wir mehr als rechtzeitig dort ankamen. Sogar so rechtzeitig ,das uns der Mitarbeiter am Lufthansa-Schalter sogar einen Flug früher nach Frankfurt abfliegen liess. An deser Stelle verneige ich mich vor dem erstklassigen Lufthansa-Service, welche wirklich Beispielhaft ist !

Man erklärte uns, dass die Koffer bis LasVegas durchgecheckt werden und wir dort dann die üblichen Zollformalitäten zu erledigen hätten. Das einzige was wir in Frankfurt zu tun haben, ist nur noch den Condor Transfer-Flug zu erwischen und durch den angebotenen Flug früher ( der war nicht ausgebucht ), das ganze ganz gemütlich angehen lassen können.

Nachdem wir bei der Lufthansa den Ballast inform zweier Koffer losgeworden sind, ging es in Hamburg nun in Richtung "Gate" zum Flug nach Frankfurt. Aufgrund der Tatsache das wir eine Maschine früher nutzen konnten, mussten wir in Hamburg nicht lange warten, bis es losging. Mein Bruder "Thomas", war in der Zwischenzeit damit beschäftigt sein Zippo-Feuerzeug ( wurde als zu gefährlich eingestuft ) in Hamburg einlagern zu lassen. Wir also mit gezückten Bordkarten losgetapert und kurze Zeit später sassen wir in der Lufthansa Maschine ( natürlich Fensterplatz, denn bei der Lufthansa ist alles sehr easy ! ).

Frankfurt:
Nach 01:10 Stunden Flug ,setzte die kleine Lufthansa Transfer-Maschine gegen 8:30 Uhr planmässig in Frankfurt auf. Thomas
und ich wühlten uns dann aus der Maschine, um dann in Frankfurt unseren neuen Transfer-Terminal anzusteuern. Da wir durch die vorgezogene Maschine noch gut in der Zeit waren, beschlossen wir kurz vor den Sicherheitschecks und dem Gewühle des Transfer-Terminals -wo unsere Condor-Maschine stand-, ein leckeres Bierchen zu trinken. Thomas schmiss um exakt 8:50 Uhr in einem Anfall von vorgezogener Urlaubsstimmung 2 leckere Hefeweizen auf den Markt. Beim wegschlürften und herumwitzeln schauten wir uns eine immer länger werdende Menschen-Schlange und das damit verbundene wilde Treiben an ohne auch nur zu erahnen, dass deren finales Ziel auch unseres werden sollte. Boarding-Time für unsere Maschine war 9:40 Uhr. Nachdem die Bierchen "verhaftet" waren, zeigte das Zeiteisen 09:20 Uhr an. Also marschierten wir los und mussten mit Schrecken feststellen das der Sicherheits-Checkpoint rappelvoll war und die Schlange welche wir zuvor gesehen hatten, exakt -so wie wir auch- da durch mussten. Wir stellten uns also artig ganz hinten ( 70-80 Meter ) hinten an und bemerkten nach 5 Minuten das wir unsere Maschine "so" garantiert verpassen würden. Also kurzerhand einfach bis an den Anfang der Schlange gewandert und haben versucht rel. unauffällig vorzudrängeln was auch irgendwie rel. gut klappte. Nach der strengen Sicherheits-Prozedur eilten wir dann umgehend zu unserer Maschine, wo das Boarding schon in vollen Gange war. Wieder etwas gelernt--->Niemals die Checkpoints und den Zeitaufwand unterschätzen. Eine Schlange von 10 Metern, kann innerhalb von wenigen Minuten, zu einer 100 Meter langen Menschenschlange ausarten ;-)


Nachdem wir uns in die Condor-Maschine reingewühlt hatten, hob diese pünktlich um 10:10 Uhr in Frankfurt ab. Wärend des Fluges gab es den obligatorischen Begrüssungs-Cocktail und alle Nase lang das berüchtigte Board-Futter und irgendwelche Getränke oder Säfte. Ich persönlich bin zwar deutlich besseren Service gewohnt, aber für einen schnöden Charter-Clipper ging der Service durchaus in Ordung. Bei der Freundlichkeit des Board-Personals musste man natürlich massive Abstriche machen ( schnodderig sehr unhöflich Deutsch und zudem extrem gernervtes Personal, was sicherlich mit der schlechten Bezahlung zu erklären wäre ! ) und auch bei den übertwiegend deutschen Passagieren gab es div. Peinlichkeiten. Die 11:25 Std. Flugzeit wollten kein Ende nehmen und es spielten sich an Board auch ein paar typisch alberne deutsche Reibereien ab. Da gab es ältere Herrschaften, die nach 9 Std. nicht mehr sitzen konnten und stattdessen lieber vor dem Sitz oder im Gang stehen wollten ( verständlich ! ). Diese behinderten die anderen Deutschen Schwachmaten dann in der Sicht auf die Monitore, was dann zu derben Beschwerdeaktionen und Stress führte. Wirklich hinrissig, denn das Board-Programm so der dermassen bekloppt, dass man sich ernsthaft als deutscher Tourist  für diese kleingeistigen Mitflieger schämen musste. Denen ging wohl in erster Linie nur auf den Sack, weil die sich einen Kopfhörer für 3 Euro kaufen mussten. Wenn sich dann jemand vor einem drittklassigen Programm im Mäusekino mit mittlerer Trombose im Sloggi davor stellt, ist das mal wieder ein Grund den dritten Weltkrieg auszurufen. Derartigen Blödsinn erlebt man nur bei Charter-Maschinen und wohl auch nur mit kleingeistigen Deutschen an Board. Ich selbst bin schon viel geflogen, aber eine derartige Ansammlung absoluter Vollidioten trifft man nur bei Condor-Maschinen. Uebel.....ganz übel sogar ! Zum Glück ist die Kasernierung resp. auch der längste Flug mal vorbei was dann nach 11:25 Std. der Fall war. 2 Stunden vor der Landung wurde dann noch bezüglich der Abwicklung in den USA ein Video gezeigt, wie man die grüne I94-W Form ( für die US-Immigation ) und die Custom-Form ( für den Zoll ) korrekt auszufüllen hat. Damit kann man kleingeistige Deutsche Touris erstklassig beschäftigen und auch bezüglich der Regularien erstklssig einschüchtern ;-) Da wir das ganze Prozedere schon seti 15 Jahren kannten, war zumindest für uns alles easy und schnell erldeigt.

Exakt gegen 12.40 Uhr Ortszeit setzte die Condor-Maschine zu Landung in Las Vegas an ,was dann ( nun wurde es richtig peinlich ! ) mit Applaus von einigen quttiert wurde. Hätte ich es nicht besser gewusst, könnte man das ganze durchaus mit einer durchgeballterten Kegeltruppe welche an den Ballermann fliegt vergleichen. Die Leute wussten scheinbar nicht, dass es der Job des Piloten ist, die werte Kundschaft wohlbehalten ans Ziel zu bringen ;-) Es wurde höchste Zeit raus aus den Flieger zu kommen, denn eine so kritische Masse ist nur schwerlich zu ertragen.

"Welcome to LAS VEGAS"  

Die Landung in Las Vegas war endlich gelaufen. WIR WAREN ENDLICH AM ZIEL ! Als wir die Maschine verlassen durften, war das erste Ziel natürlich die "US-Immigation". Dort hiess es dann in mehreren langen Schlangen ca. 25 Minuten auf die Abwicklung warten, da von jedem neben den obligatorischen Fragereien auch noch digital Fingerabdrücke genommen wurden und auch ein schickes Foto in das 911 Terroristen-Archiv kopiert wurde. Mit grosser Verwunderung hat es uns erstaunt, dass nicht wenige unserer Deutschen Condor-Schwachmaten kaum englisch beherrschten und arge Probleme mit der Immigation bekamen ( mitunter haben sogar Mitreisende spontan übersetzen müssen und dort notgedrungen ausgeholfen , wohl weil die keine Lust hatten ewig in der Schlange zu stehen ). Irgendwann kamen wir einzeln dran, was in unserem Fall aber schnell ueber die Bühne ging. Wir kannten alle Fragen; nannten alle Antworten; knallten artig die Zeigefinger auf den Scanner und lächelten auch artig für das FBI-Archiv. Danach ging es dann zum Koffer-Förderband. Das lief aufgrund der ganzen Verzögerungen natürlich schon lange nicht mehr und inmitten der Ankunftshalle standen alle Koffer sehr wahllos herum. Nach kurzer Suche waren dann auch unsere Koffer lokalisiert, sodass wir nun unser nächstes Ziel, US-Custom Service ansteuern konnten. Hier gab es keinerlei Probleme, einfach nur die weisse Custom-Form abgeben und man wird durchgewunken. Dann noch ein paar Meter laufen und ENDLICH waren wir draussen und am Ziel....LAS VEGAS !  Draussen vor der Ankunftshalle standen Haufenweise Bussen und herrschte ein reges Treiben, von dem wir uns aber wenig beeindrucken liessen. Thomas sah, sofort den Turm "unseres" Stratosphere-Hotels und schoss spontan ein Foto aus dieser Perspektive. Ich rauchte in der Zwischenzeit erstmal eine Zigarette und schoss nebenbei spasseshalber ein Foto vom "Bruder der sein erstes Vagas-Foto" macht.

Nachdem der Nikotin-Pegel wieder grob auf Kurs war, suchten und fanden wir schnell ein Hertz-Shuttle Bus, welcher uns dann zur Hertz-Anmietstation beförderte. Diese kannte ich schon von meinem 2003-Kurztripp ! Im Hertz-Office angekommen, waren die üblichen Formalitäten flott erledigt. Natürlich versuchte man uns wieder mal ( das Personal ist übrigens angehalten dieses zu tun ) ein paar total überflüssige Versicherungen auf Auge zu drücken. Da ich den Wagen aber schon in Deutschland mit allen PiPaPo Versicherungstechnisch reserviert hatte, liessen wir uns nur dazu überreden, dass wir den Wagen für 49 US$ extra leergefahren wieder abgeben können. Nachdem der ganze Papierkram erledigt war, taperten wir über den gigantischen Parkplatz wo unser Wagen irgendwo stand. Nach 5 Minuten war der auch zügig gefunden und wurde von uns ausgiebig inspiziert. Es handelte sich um ein Nissan Altima 2.5S ( 175 PS-Bollide ) mit 12.000 Milen auf dem Tacho und erst wenige Monate alt. Dennoch besass das Fahrzeug eine nicht unerhebliche Anzahl an Lack-Kratzern und sogar 1 kleine Beule. Ich dokumentierte alle Beschädigungen vor Ort mit meiner Kamera ( denn sicher ist sicher  ! ) und danach prüften wir alle Funktonen an dem Fahrzeug. Bis auf den leeren Tank für die Scheibenreinigung ( Warnleuchte ! ) funktionierte alles bestens. Die Ausstattung des Fahrzeugs war sehr üppig; fast alles elektrisch einstellbar; Platz satt für 5 Personen und somit unser Luxus-Mobil für die kommenden 3 1/2 Wochen. Nachdem alles im riesigen Kofferraum verstaut war, installierte ich sofort meinen Yakumo-PDA mittels Frontscheiben-Saugnapfhalter. Nachdem ich per Software von den deutschen Kartenmaterial auf das installierte USA-Material gewechselt hatte, dauerte es ca. 3 Minuten bis die Destinator-Software unsere exakte Position ermittelte. Das Statopshere-Hotel hatte ich schon hier in Deutschland als Point of Interest eingegeben, sodass es mit quasi nur einem Tastendruck losgehen konnte.

Am Hertz-Sicherheitsposten haben wir gegen 14:40 Uhr auf die Vielzahl an Lackbeschädigungen hingewiesen was dann in unseren Vermietunterlagen mit einem Stempel "SCRATCHED AND DINGED" quitiert wurde. Wir waren also fein raus und es konnte nun nichts mehr Haftungstechnisch passieren ! Mit grossen Erstaunen stellten wir schon nach den ersten paar hundert Metern fest, was für eine Mörderkraft unser gemietete Fahrzeug auf die Strasse brachte. Eine überdimensionierte Höllenmaschine mit einem unglaublichen Drehmoment und Durchzug. Das erste Ziel war erstmal eine Tankstelle, wo wir den leeren Scheibenreinigungstank mit Wasser befüllten und uns an der "Tanke" zusätzlich mit 2 Gallonen ( ca. 8 Liter ) Trinkwasser; 24 Dosen Softdrinks und 24 Dosen Bier eindeckten. Also das was man in den USA zwingend zum Überleben benötigt...smile...Danach führte uns der GPS-PDA absolut sicher zum Stratopshere ( wobei man das Hotel auch blind finden würde, da der Tower 350 Meter hoch ist ) und hat den ersten groben  praktischen Vor-Ort Test erfolgreich bestanden. Die Hotel-Garage ( wie alles in den USA natürlich riesengross ) und ein freier Parkplatz war schnell gefunden. Danach dann die Klamotten aus dem Wagen holen und rein ins Casino zum Ceck-In Schalter. War schon ein bisschen komisch mit dem ganzen Zeugs mitten durchs Casino zu schleppen, aber das ist in Las Vegas absolut normal, da man immer mitten durch die Casinos muss ! Am Check-In Schalter dann den Namen genannt und erwähnt das man PrePaid Reserviert hat, und alles weitere lief quasi automatisch. Einzig 20 US$ ( pro Tag wird dort 5 US$ Resort Fee extra erhoben, was aber viele Vergünstigungen enthält die wir auch fleissig genutzt haben ) musste man noch Cash auf den Tisch blättern. Kurze Zeit später gegen 16 Uhr wackelten wir dann mit elektronischen Zimmerschlüsseln und einem Funbook zu einen der höllisch schnellen Turbolifte ! Unser Zimmer lag im 22 Stochwerk ( von 24 möglichen ) weit oben in einem der beiden grossen Tower und war sehr sauber und anständig ausgestattet. Hier konnte man es prima aushalten...
Thomas drehte die auf schockgefrieren eingestellte Klimaanlage runter; las in den ausliegenden Prospekten etc.p.p. Wir ruhten uns nach dem langen Tripp von Frankfurt erstmal zwei Stunden aus und gingen danach ausgiebig duschen um wieder frisch zu werden ( immerhin waren von Kiel bis jetzt fast 22 auf den Beinen ) ! Frisch geduscht und gestriegelt schoben wir uns bei McDonalds für wenig Geld etwas FastFood in den Magen und untersuchten das Hotel mit den vielen Geschäften und Möglichkeiten und haben uns natürlich auch noch beim Videopoker ein paar kostenlose Bierchen von den Cocktail Mädels bringen lassen. Da wir "Tripple Bonus Poker" ( ein Spielvariante welches in erster Linie grosse Auszahlungen auf 4 von einer Sorte besitzt ) spielten hatte ich an diesem Abend auch noch ein bisschen Glück inform einiger Allerwelts 4er und sogar 4 fetten Assen. D.h. wir sind einem kleinen Plus an diesem Abend gut gestärkt und mit vielen Bierchen im Bauch gegen 23:45 Uhr totmüde ins Bett gefallen. War alles im allem sehr spassig und ein prima Auftakt für unseren nun beginnenden USA-Urlaub ! Aber die nächsten Tage sollten noch einige nette Überraschungen bereit halten...

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