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Page-Update: 09 Oktober 2005



Weaverville - Redwood National Park - Ft.Bragg


Die rote Linie markiert die abgefahrene Strecke und der eingezeichnete Blaue Punkt das Motel/Hotel für die Übernachtung ! Um die komplette Übersichtskarte mit dem koml. Streckenverlauf anzuzeigen, einfach oben auf die Karte klicken !

Montag, der 16.05.2005:
Von unserem schicken Hotel in Weaverville setzten wir heute umgehend und rel. frühzeitig unsere Panoramafahrt Richtung Küste fort und passierten den wunderschönen Shasta-Trinity National Forrest am Tinity-River, welcher letztendlich im Trinity Lake mündet. Das Wetter war endlich auch wieder so, wie es wir uns im Urlaub wünschten.

     

Nachdem das Gebiet des National Forrest grob gesichtet war, erreichten wir wie geplant gegen Mittag die Pazifik-Küste und den legendären Bildschönen Highway 101. Wir machten eine kurze Mittagspause und schauten und das aufgewühlte unruhige Meer an.

Danach fuhren wir weiter Richtung Norden auf dem Highway 101 und erlebten kurz vor dem National Park viele Händler, welche unglaubliche Holzschnitzereien ( oftmal aufs einem Stück der grossen Redwood-Bäume ) anboten und zum Verkauf ausstellten.

   

Kurze Zeit später erreichten  und tauchten wir dann in den "Redwood National Park" ein, um diesen mit einigen Wanderungen in uns aufzunehmen. Hier ein paar Zusatzinformationen zu diesem schönen Küstenpark:   

Redwood National Park:
An der Küste Nordkaliforniens schützt der Redwood- Nationalpark, der drei kalifornische State Parks einschließt, die letzten Bestände eines regenwaldähnlichen Nadelwaldes aus gigantischen, archaischen Bäumen, den Redwoods oder Küstensequoien. Dereinst - vor ca. 200-58 Mio Jahren - waren Redwood-Wälder weltweit verbreitet.

Am Ende des Paläozän, vor 58 Mio Jahren, änderte das Weltklima drastisch. Es wurde kälter und trockener, und die Redwood-Wälder verschwanden. Heute beschränkt sich der Wald weltweit auf einen schmalen Streifen entlang der Pazifikküste, von der Grenze Oregons bis unterhalb Monterey in Mittelkalifornien.

           

Die Riesen mit den winzigen, entwicklungsgeschichtlich überholten Zapfen erreichen Höhen von über 100 m, wenn auch die wenigsten Parkbäume derart hoch sind; zahllose Superriesen wurden gefällt. Mit 112 m Höhe gilt ein vor einigen Jahren im Park entdeckter Redwood-Gigant als höchster Baum der Erde. Da sein Alter auf etwa 400 Jahre geschätzt wird, befindet er sich noch im Wachstum. Die ältesten Parkbäume dürften 2000 Jahre alt sein; sie weisen einen Stammdurchmesser von über 6 m auf. Die durch den Pazifik bedingte hohe Luftfeuchtigkeit, die vielen Niederschläge und die milden Winter, aber auch die ideale Bodenbeschaffenheit sind für das allgemein außerordentliche Größenwachstum der regionalen Pflanzen verantwortlich.

       
     

Neben den Redwoods, die in den Tälern und unteren Regionen fast artenreine Wälder bilden, was auf einen reifen Wald hindeutet, findet man im Park vorwiegend 'modernen' Nadelwald mit vereinzelten Laubbäumen vor, die alle ebenfalls überdurchschnittlich groß werden. Den Waldboden bedecken Farne, Moose, Flechten und Pilze sowie Azaleen- und Rhododendronsträucher, die im frühen Frühling blühen. Zum Park gehört eine 50 km lange Steilküste mit einigen Sandstränden. Zahlreiche Wanderwege und Lehrpfade erschließen dem Besucher Schönheit und Eigenart dieses Nationalparks.

         

Empfehlenswert war eine Wanderung auf dem "Ah-Pah Interpretive Trail", welcher uns ein sehr netter Ranger im Visitor-Center an Herz gelegt hat. Hierbei handelte es sich um eine normale Strasse, welche man vor 10 Jahren komplett der Natur überlassen hat. Heute erinnert dort nichts mehr an Zivilisation; Asphalt und Beton und es ist sehr beeindruekend zu erleben, in welch kurzer Zeit sich die Natur modernen Strassenbaus entledigen kann...

Der Weg nach Ft.Bragg:
Irgendwann muss man auch mal den schönsten "Redwood National Park" verlassen, was wir natürlich taten und traten den Weg Richtung Süden auf dem Highway 101 an. Natürlich durfte auch ein weiterer Stop direkt am Pazifik nicht fehlen, wo wir auch direkt Tuchfühlung aufgenommen hatten. Thomas hatte bei dieser Aktion auch Nasse Füsse bekommen und wurde von einer heftigen Welle erwischt...smile...

              

Vorbei an Pepperwood und Philipsville, wo wir uns "Pizza-Hut" suchten und eine sehr deftige sehr leckere Pizza vernaschten. Das gab mir auch die Zeit die vollen CF-Speicherkarten der Digitalkamera ins X-Drive zu kopieren und heute als Beifahrer auch ein Beer zu trinken.

Danach fuhren wir ohne Navigations-Unterstützung weiter die bildhübsche 101 Küstenstrasse Richtung süden und bemerkten auf Höhe "Leggett" garnicht, dass hier der US-Highway 1 begann und wir auf der 101 langsam aber sicher ins Landesinnere getrieben wurden. 30km später bemerkten wir den Irrtum und schmissen den Navigations-PDA an, welcher uns eine sehr unauffällige Schleichstrecke zurück zur Küste anzeigte, welche wir auch nuzten. Diese Strasse war so abgelegen, dass man durchaus ein wenig Panik bekommen konnte. Denn ausser Wildniss und einer wahnwitzigen sehr gefährlichen kurvigen Strassenführung war dort absolut nichts los. Wer hier eine Panne hat, ist verloren...

Nach bangen 40 Minuten erreichten wir wieder die Küste und hier begann auch der legendäre Highway Nummer 1, welcher einen wenn man es drauf anlegt direkt an der Küste kurvig bis an die mexikaische Grenze führen würde. Wärend der sehr schönen Panorama-Fahrt ging auch die Sonne um ca. 20:00 Uhr unter und wir stoppten spontan um dieses Bilderbuch-Schauspiel in allen zügen geniessen zu können.

       

Da es mittlerweile sehr Spät geworden war, suchten wir uns in "Ft.Bragg" ein Hotel was sich nicht ganz so einfach gestalten sollte, da die Küstenregion sehr beliebt; schön und somit auch hochpreisig ist. In einem der wirklich teuren Hotels bekamen wir einen Geheimtipp, wo man auch ein Motel für den schmalen Geldbeutel finden kann und fanden dieses auch nach ein wenig Sucherei gegen 21:30 Uhr. Der neue Besitzer war ein Inder und entsprechend verschnörkelt war auch das Office. Er bot uns ein Zimmer für 60 US$ an, was in Ft.Bragg wirklich preiswert war und ich überzeugte mich -wie fast immer- zuvor vom Zustand des anzumietenen Zimmers. Alles war frisch renoviert; neu eingerichtet; indisch verschnörkelt; mit viel Goldfarbe versehen und irgendwie total witzig eingerichtet. Zudem pikobello sauber ! 60US$ ? Das war wirklich ein interessanter Deal, bei dem wir "nicht NEIN" sagen konnten. Wir buchten das Zimmer mit einem fetten grinsen im Gesicht und beendeten diesen sehr schönen Urlaubstag in dieser exotisch -wenig amerikanisch- anmutenden indischen und leicht verrückten Umgebung !

 

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