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© 1997-2003 by M.Perlitschke
Email: Michael Perlitschke

Page-Update: 24 Nov. 2003

Mögliche Surround-Sound Quellen

Videokassetten

Kein anderes Medium bietet so viel Raumklang wie die VHS-Videokassette. Rund 6000 Surround-codierte Filme quer durch alle Genres stehen heute als Kauf- und Leihvideos zur Wahl. Kaufkassetten kosten zwischen 10 und 40 Mark, aktuelle Produktionen bringen überwiegend gute Bild- und Tonqualität. Anders sieht die Sache mit Filmen aus Videotheken aus. Nicht selten schwächeln ältere Bänder, weil immer wieder abgespielt, ein wenig. Frage in diesem Fall den Videothekar, ob er Dir eine neuere Version ausleihen kann. Woher auch immer Deine Kassetten stammen - um Surround-codierte Filme auf VHS-Videokassetten abspielen zu können, müsst Du einen HiFi-Stereo-Recorder besitzen. Achte beim Kauf von Spielfilmkassetten auf das aufgedruckte Logo. Nur wenn ,.Dolby Surround" oder ,,Dolby Stereo" draufsteht, ist auch Raumklang drin. In einigen Fällen trifft dies auch auf Filme zu, die das Markenzeichen "HiFi-Stereo" tragen. Erkundige Dich im Zweifelsfall beim Verkäufer, oder frage den - hoffentlich - gut informierten Videothekar. Grundsätzlich gilt: Die meisten seit 1979 produzierten amerikanischen Spielfilme tragen Surroundinfonnationen in ihren beiden Tonspuren.

Laserdisc & DVD

Die silbern schimmernden Scheiben führen in Deutschland ein unverdientes Schattendasein. Denn Laserdiscs (LDs) liefern überragende Bild- und Tonqualität für das Kino im Wohnzimmer. Spielfilm-LDs mit 30 Zentimetern Durchmesser und einer Laufzeit von maximal 60 Minuten pro Seite speichern Bilder analog, den Ton jedoch digital. Damit bringen sie Klangqualität wie von der Musik-CD. Pal-Laserdiscs für den deutschen Markt kosten zwischen 70 und 90 Mark. Als Importprodukte gibt es auch US-amerikanische NTSC-Scheiben zu Preisen zwischen 55 und 100 Mark. Für besondere Highlights fordern die Anbieter auch mal bis zu 250 Mark. Selbst dann, wenn die Importplatten mehr kosten als die deutschsprachigen Ausgaben -unerbittliche Cineasten schwören auf sie. Denn immer wieder mal schlampen die mit der Svnchronisation beauftragten Studios. Dann geht während der Eindeutschung ein Gutteil Atmosphäre, die das Original noch enthält, verloren. Wer sein Herz für NTSC-Discs entdeckt, braucht deshalb einen Multinorm - Laserdisc - Spieler und ein TV-Gerät, das die Bildwiederholfrequenz des amerikanischen Femsehstandars NTSC von 60 Hertz beherrscht - für die meisten modernen Fernseher eine leichte Übung. Aber noch ein weiterer Punkt macht die US-Scheiben für deutsche Surroundanhänger interessant: Nur NTSC-Laserdiscs bieten derzeit die Möglichkeit, digitalen Surroundsound nach dem AC-3-Verfahren zu hören. Diese wahrhaft spektakulär klingende Raumklangtechnik gibt in den USA schon seit fast zwei Jahren den Ton in guten Heimkinos an. Wenn das TV-Gerät NTSC-Signale akzeptiert, und wenn der Player die AC-3-Laserdiscs lesen kann, bricht in der guten Stube ein Klanggewitter los.

Der kommende Konkurrent der Laserdisc, die wie eine CD nur 12 Zentimeter große DVD (Digital Video Disc), kann mit ebenso grandioser Qualität dienen, wie die mittlerweile bekannte Laserdisc. Unglaublich ! Diese kleine Scheibe liefert sogar eine Qualität, die weit über der, der Laserdisc liegt. Das gilt insbesondere für das Bild ( anamophes echtes 16:9 ); die Features ( Untertitel für mehrer Sprachen ) und auch AC-3 und /oder MPEG-II Audio Kinosound. Das ganze zu extrem günstigen Preisen was die Player und Filme angeht. 49.-DM scheint die obere Grenze für einen DVD-Film zu sein, womit die Filme deutlich günstiger zu bekommen sind als vergleichbare Laserdisc-Produktionen die recht kostenintensiv sind. Wird wohl das kommende Standard-Heimkino-Medium für gehobene Ansprüche !

Video-CD/CDi

Als sei das Wirrwarr der Normen und Verfahren noch zu klein, gibt es außer den Laser/DVD und Musik-Discs mit ihren unterschiedlichen Codiersprachen auch noch die 12 Zentimeter messenden Video-CD- und CDi-Scheiben. Im Filmgeschäft spielen sie allerdings keine große Rolle. Video-CDs speichern Ton und Bild digital ,und zwar datenkomprimiert im MPEG-l Verfahren. Sie sind einseitig bespielt und laufen bis zu 74 Minuten. Die Bildqualität hängt maßgeblich vom Geschick der datenreduzierten Speicherung ab. Die leider von Anbieter zu Anbieter deutlich schwankt. Im Ton und in den Surroundeffekten können Video-CDs gut aufgenommenen VHS-Kassetten durchaus Paroli bieten. Spielfime kosten zwischen 40 und 50 Mark. Auf Vertretern der CDi Fraktion - i für interaktiv - finden sich vor allem Beiträge wie Lernprogramrne (60 bis 300 Mark), Reiseführer, Kinderspiele (ab 35 Mark) und anspruchsvolle Video Games mit Dolby-Sound (von 60 bis 120 Mark). Aktuelle CDi-Player von Philips mit eingebauter Digital-Video-Cartridge (DVC) für Spielfilm-CD-Videos kosten zwischen 1300 und 1400 Mark. Durch die technologisch überlegene DVD ist dieses System zwar noch auf dem Markt, aber längst überholt ( Finger weg ! ).

Surround-CDs

Für reine Musik-CDs, die zusätzlich Raumklanginformationen für den Center- und Effektboxen gespeichert haben, konnte sich die HiFi-Szene zunächst kaum erwärmen. Die meisten der früheren Produktionen offerierten Filmsoundtracks odervon Orchstern eingespielte Film-Musiken, die ohne Bild wahre Cineasten nicht überzeugten. Mittlerweile aber umspannt das Angebot von Surround-CDs alle Musikrichtungen, zudem mischen die Toningeieure sie nach Kritierien ab, die HiFi-Fans zusagen. Das heißt: Musik-CDs mit Raumklangzugaben klingen neutraler; störende Tiefbaßattcken, die im Kino für Stimmung sorgen, den reinen Musikgenuß jedoch schmälern, halten die Techniker im Zaun. Obwohl es bereits eine beträchtliche Anzahl von Surround-Musik-CDs gibt, halten einige Anbieter häufig mit deren Zusatzfähigkeiten hinterm Berg: Nur wenige Raumklang-CDs tragen das Logo ,,Dolby Surround". Die Plattenproduzenten scheuen Lizenzgebühren, die Dolby für das Markenzeichen verlangt. Dann kleben Schriftzüge wie ,,Circle Surround" (CS), ,,Balance Surround Sound" (BSS), "Spatial Surround" oder gar "SurroundSound" auf den Covers. Diese Verfahren sollen so versprechen e,s ihre Erfinder, weitgehend kompatibel zur Dolby-Variante sein. Tests zeigen, daß solche CDs zwar vereinzelt den Centerkanal etwas übertrieben laut in Szene setzen, daß ihre Raumklangeffekte jedoch überzeugen können. Nachdem nun der Raumklang in vielen Wohnzimmern mitunter umherschwirrt, soll er sich künftig auch in Fahrgastzellen von Automobilen breitmachen. Die renommierte Car-HiFi-Firma Becker will schon Anfang 1997 einen ,,CircleSurround-Decoder" anbieten, dessen Raumklangeigenschaften speziell auf die akustischen Bedingungen im Auto optimiert wurden. Der Fahrer kann dabei zwischen 4-, 5- und 6-kanaliger Wiedergabe, mit und ohne Subwoofer wählen. Der Decoder soll in die ,,Energy"-Verstärker von Becker eingebaut sein. Als Programmquellen dienen vornehmlich Surround-CDs, möglich sind auch Surround-codierte Radiosendungen. Surround-CDs kosten um 45 Mark.

Fernseh-und Radiosendungen

Alle TV-Stationen, die Stereosendungen ausstrahlen, können auch Dolby - SurroundSound senden - gleichgültig, ob Du via Antenne, Kabel oder Satellitenschüssel empfängst. Vorausgesetzt, die Filmkopie trägt den Raumklang in ihren Tonspuren. Leider wissen nur wenige Programmgestalter, welche Fassung sie eingekauft haben und senden. Damit kämpfen folglich auch die Programmzeitschriften, die sich darauf verlassen müssen, was ihnen die Sender angeben. Die löbliche Ausnahme: der Hamburger Pay-TV-Kanal ,,Premiere". Er weist in seinem eigenen Programmmagazin eindeutig auf den Raumklang hin. Eher zögerlich wagen sich die deutschen Rundfunkanstalten an den Raumklang. Einzig der Bayerische Rundfunk (BR) überträgt Konzerte, Musiksendungen sowie Hörspiele - und hat bereits zwei exzellent klingende Raumsound-Konzert-CDs produziert. Vertrieb: BMG. Doch auch ohne eine spezielle Kennung im Programmheft kann Surroundsound ertönen. Denn spielt der DJ eine CD, die Raumklanginformationen enthält ,genügt ein Druck auf die Dolby-Taste am Verstärker. Es kommt auf einen Versuch an.

Tabelle möglicher Surround-Sound Quellen
Quellen - forschung DOLBY SURROUND DOLBY DIGITAL (AC-3) DTS MPEG-2
FERNSEHEN JA NEIN NEIN NEIN
DIGITAL-TV JA USA NEIN DVB/JA
VIDEO JA NEIN NEIN NEIN
PAL-LASERDISC JA NEIN NEIN NEIN
NTSC-LASERDISC JA JA NEIN NEIN
DTS-LASERDISC JA NEIN JA NEIN
VIDEO-CD/CDi JA NEIN NEIN NEIN
DVD (D) JA JA JA JA
DVD (USA) JA STANDARD JA NEIN
DVD (JAPAN) JA STANDARD JA NEIN
COMPUTERSPIEL JA NEIN NEIN NEIN
VIDEOSPIEL JA NEIN NEIN NEIN
CD JA NEIN NEIN NEIN
DTS-CD NEIN NEIN JA NEIN
RADIO JA NEIN NEIN NEIN

             

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